Die Wolken der Eisheiligen

An die milden Frühlingstemperaturen mit bis zu 28 Grad Celsius Anfang Mai 2005 hatten sich die Kirchascher schon gewöhnt. Nur die "Alten" wußten es. Man soll den Sommer nicht vor den Eisheiligen loben. So besagt die alte Bauernregel:

Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.

Vor Bonifaz kein Sommer, Nach der Sofie kein Frost.

Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.

Und zum Schluss fehlt nie, die kalte Sofie.


Bei den (Eis-)Heiligen handelt es sich um die Namenstage von Märtyrern und Bischöfen aus dem 5. Jahrhundert. Die Regel beruht also auf jahrhundertalte Beobachtungen von Bauern. Zur damaligen Zeit konnten die Launen Natur noch existenzbedrohend sein.

Hintergrund der Eisheiligen sind überraschende Kälteeinbrüche im Monat Mai. So schneite es im Mai 2005 auch in Bayern bis auf 600 Meter runter. Und selbst in Kirchasch konnten am Sonntag, 8. Mai 2005, um ca. 7.00 Uhr Schneeflocken beobachtet werden.

Wenn nun also einige Gartenbesitzer in Kirchasch zu früh ausgesäht haben, laufen sie jetzt Gefahr, daß Frostschäden am Saatgut oder Keimlingen auftreten.

Die Namenstage der Eisheiligen:
1. Mamertus - 11. Mai
2. Pankratius - 12. Mai
3. Servatius - 13. Mai
4. Bonifatius - 14. Mai
5. Sophie - 15. Mai

Redaktion von kirchasch.de
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