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Eine Tierfreundin ermöglicht einen Gnadenhof
Im Jahre 1984 vererbte die Tierfreundin Anna Ettl ihr Anwesen bei Kirchasch dem Tierschutzverein München. Dadurch konnte dort einen Gnadenhof für alte oder schwer vermittelbare Tiere (wie z.B. Carolina Dog) auf diesem Gelände eingerichtet werden. Für den Unterhalt des Kirchascher Gnadenhofes müssen rund 250.000.- EUR im Jahr aufgebracht werden.
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Weite Auslaufflächen in Kirchasch
Positiv beim Gnadenhof Kirchasch ist die vorhandene Größe. So sind die Hundeboxen sowie Ausläufe um einiges größer als im Tierheim München. Weil die Hunde mehrmals am Tag im Gelände laufen und spielen dürfen, fühlen sie sich wohler und werden ruhiger.
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Gute Betreuung hilft den Tieren
Bei den Hunden und Katzen zeigt sich teilweise die Tendenz, daß immer mehr junge Tiere im Gnadenhof verbleiben, da sie auf Grund ihres Verhaltens nur schwer zu Vermitteln sind. Zum Glück verändern sich aber viele Tiere zum Positiven, wenn sie Geborgenheit und Liebe gefunden haben. Dadurch kann man sehr deutlich erkennen, wie wichtig ein Gnadenhof ist, um Tieren mit besonderen Eigenschaften und Bedürfnissen eine schöne Unterkunft und ein einigermaßen glückliches Leben zu bieten.
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Altbürgermeister hielt eine Rede
Während einer Rede zum 20jährigen Jubiläum bezeichnete Altbürgermeister Pfanzelt den Gnadenhof als Bereicherung für die Gemeinde Bockhorn. Da die Gründung in seine Amtszeit fiel, hat der Altbürgermeister auch eine ganz besondere Beziehung hierzu.
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Vorstände des Tierschutzvereines München e.V. Manfred Schneider, Sigrid Karger, Berthold Merkel (von links)
Tierschutzverein-Vorstand war anwesend
Auch der Vorstand Berthold Merkel hob die Bedeutung des Gnadenhofes von Kirchasch hervor und betonte nochmals, daß der Bedarf an freiwilligen Helfern und Spendern nach wie vor sehr groß ist. Von den Vorständen des Tierschutzvereines München waren neben Berthold Merkel auch Manfred Schneider und Sigrid Karger anwesend.
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Bis zu rund 300 Tiere auf dem Gnadenhof Kirchasch
Während des Jubiläums-Tages wurden auch Führungen durch das Gelände mit den zahlreich erschienen Besuchern durchgeführt. Im Gnadenhof Kirchasch befinden sich derzeit 9 Schafe, 3 Ziegen, 4 Hängebauch-Schweine, 11 Enten, 1 Waldkauz, 160 Tauben, 28 Hunde, 70 Katzen und einige (Winter-)Igel.
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Jörg Oppermann (Leiter des Gnadenhofes Kirchasch) erzählte viele interessante Geschichten über die Tiere
Die Mitarbeiter "schuften" Tag und Nacht
Im Gnadenhof Kirchasch gibt es zwei Vollzeit-Mitarbeiter für Futtereinkäufe, Gartenarbeiten, Reparaturen, Müll entsorgen, Spenden abholen, etc. Die Vollzeitkräfte werden noch durch eine Teilzeitkraft sowie ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt, weil sonst die Arbeit oft nicht zu schaffen wäre.
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Herr und Frau Pilgrim (von links) ermöglichten mit Ihren Spenden schon zahlreiche Neubauten auf dem Gnadenhof
Gnadenhof: Hohe Kosten, aber kein Gewinn
Durch großzügige Spenden wie beispielsweise des Ehepaares Pilgrim werden zudem immer wieder finanzielle Engpässe des Gnadenhofes Kirchasch überwunden. Aber auch kleine Spenden helfen oft weiter.
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Viel Arbeit mit derzeit 70 „Wildkatzen“
Im Gnadenhof Kirchasch ist für bis zu 120 verwilderte Hauskatzen auf dem Gelände und im Katzenhaus Platz. Alle Katzen bekommen täglich das Futter und werden einmal pro Jahr eingefangen. Dabei werden dann unter Narkose Zehennägel gerichtet, medizinisch untersucht, usw. Das ist jedesmal ein großer Streß nicht nur für die Katzen, sondern auch für die Mitarbeiter. Die Katzen haben eine „relative“ Freiheit auf dem Gnadenhof. Eine Vermittlung von Wildkatzen in ein „normales“ Hausumfeld ist deshalb sehr schwierig.
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Das Katzenhaus als modernes Krankenhaus
Das Katzenhaus ist mit dem menschlichen Krankenhaus zu vergleichen. So befinden sich hier die „kranken“ Katzen in vollmöblierten Räumen. In der Größe und der Einrichtungsfülle ist das Katzenhaus bei Kirchasch sehr einmalig im Bereich der Gnadenhöfe.
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Der älteste Hund ist schon 19 Jahre alt
Derzeit befinden sich 28 Hunde im Tiergnadenhof. Dabei können sich die Hunde bei schönem Wetter stundenweise im Sommerzwinger aufhalten. Der dienstälteste Hund ist seit 8 Jahren im Gnadenhof, das ist ein „Beisser“, der nicht vermittelbar ist. Der jüngste Hund ist erst 2 Jahre hier.
Die beiden ältesten Hunde des Gnadenhofes befinden sich in einem gemeinsamen Zwinger. Die zwei Hunde haben ein erstaunliches Alter. Trotzdem sind sie noch recht fit und gesund. Der eine ist 17 Jahre alt und der andere sogar schon 19 Jahre.
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Warum Tiere in den Gnadenhof kommen
In erster Linie kommen Tiere, die voraussichtlich längere Zeit bleiben. Oft sind es Krankheiten, das hohe Alter oder Verhaltensauffälligkeiten, die eine Einweisung in den Gnadenhof zur Folge haben. Selbst Nutztiere wie neun Schafe, vier Hängebauchschweine und drei Ziegen befinden sich derzeit im Tiergnadenhof.
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Große Auslauffläche im Gnadenhof Kirchasch
Eine große Auslauffläche ist der Vorteil des Gnadenhofes Kirchasch im Gegensatz zum Tierheim München. So können beispielsweise die Hunde sogar frei im Gelände laufen. Dabei gibt es allerdings auch Hunde, welche aufgrund einer Verhaltensstörung, diesen Freilauf nicht nutzen wollen oder dürfen. Im Gnadenhof gibt es beispielsweise Hunde, die Angst vor anderen Hunden haben und deshalb selbst bei geöffneter Türe nicht ihre Zwinger verlassen.
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Hunde in Kettenhaltung
Aber auch Härtefälle wie zwei Hunde sind dabei, die nur noch einzeln in einem Zwinger gehalten werden können. Der Grund lag in der Vorgeschichte der Hunde. So hat der ehemalige Besitzer die Hunde rund sechs Jahre lang aneinander angekettet als Hofhunde gehalten. Ähnlich wie beim Menschen hat sich dann im Laufe der Jahre durch die „enge“ Aneinanderkettung eine abgrundtiefe Abneigung gewandelt. Wenn man heute einen der Hunde mit anderen Hunden zusammenbringt, wird sofort gebissen. Es ist praktisch aufgrund der „falschen“ Tierhaltung beim Hund ein „Hass“ auf Hunde gebildet worden.
Bei den meisten Hunden wird aber versucht, durch therapeutische Maßnahmen wieder eine Resozialisierung durchzuführen. Sobald die Tiere dann wieder normales Verhalten zeigen, kann eine Abgabe an Interessenten erfolgen.
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Hunde mit Wolfsblut
Auch gibt es zwei Carolina-Dogs. Das ist eine Husky-Kreuzung, die zur Hälfte Dingos sind. Alles was kleiner als „kniehoch“ ist, wird von diesen Carolina-Dogs als „Beute“ betrachtet und sofort angegriffen. Aus diesem Grund können diese Hunde außerhalb des Geländes auch nicht von der Leine genommen.
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Vom Pferdeflüsterer Monty Roberts zum Hundeflüsterer
Nicht nur als großzügiger Spender (200.000 Euro) ist Herr Pilgrim auf dem Gnadenhof Kirchasch aktiv, sondern auch als Hundeflüsterer. So engagiert er sich desöfteren an den „schweren“ Fällen der Hunde. Auch wenn dies im seltenen Einzelfall zu einem Biss kommen kann, so bewirkt die jahrelange Erfahrung von Herrn Pilgrim doch häufig eine Verhaltensänderung des betreffenden Hundes.
Die Ratschläge von Herrn Pilgrim wären: Den Hund zunächst einmal beschnüffeln lassen und vor allen Dingen keine Angst zeigen. Ganz ruhig sein und stehenbleiben. Vielleicht ein „Leckerli“ geben. Man ist für den Hund der „Alphahund“ (der Chef), das hat der Hund gerne. Wenn der Hund etwas lernen soll: Niemals zu etwas zwingen. Immer alles spielerisch machen. Alles andere wäre total falsch.
Ein Anliegen von Herrn Pilgrim wäre es noch, wenn sich mehr Menschen im Gnadenhof Kirchasch ehrenamtlich engagieren würden. Selbst beim Ausführen der Hunde fehlen oft hilfreiche Hände.
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Die Geschichte der Hängebauchschweine
Wie viele Menschen hegte auch ein Rentner aus Niederbayern den Gedanken, sich nach Renteneintritt einen Traum zu erfüllen. So trug es sich zu, daß er sich eine „kleine“ Landwirtschaft aufbaute. Dazu zählten zwei Kühe und zwei asiatische Hängebauch-Schweine. Vermutlich wäre alles auch so weitergelaufen, hätte nicht der Sohn des Rentners die ehemalige Speditionsfirma des Vaters in die Insolvenz getrieben und Schulden von 40.000 Euro verursacht.
Folge war, daß der Rentner die Landwirtschaft aufgab und sich wieder dem alten Beruf widmen mußte, um den Schuldenberg abzutragen. Die Kühe konnten noch leicht vermittelt werden. Was aber macht man mit asiatischen Hängebauchschweinen ? Wer sollte hier ein Interesse haben ?
Über Umwege kam man zum Gnadenhof Kirchasch, welcher die Hängebauch-Schweine dann aufnahm mit der Voraussicht, daß es sich laut tierärztlichen Aussage um sterlisierte Schweine handelte. Das stimmte aber offenbar in diesem Falle nicht, weil kurz vor Weihnachten zwei junge Hängebauch-Schweine das Licht der Welt erblickten. Somit leben derzeit vier Hängebauch-Schweine auf dem Gnadenhof Kirchasch ein ruhiges und vergnügtes Leben.
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Wenn einmal das Kleintiergehege gebaut wird sind die Tauben nicht mehr die "Kleinsten" auf dem Gnadenhof
Geplantes Kleintiergehege für den Gnadenhof
Eine Kleintiergehege für z.B. Hasen und Hamster ist derzeit nicht vorhanden, aber geplant. Das ganze ist sehr aufwendig. So muß der Boden komplett betoniert werden, damit dieser dann später mit Hochdruckreinigern gesäubert werden kann.
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Patenschaften für Gnadenhof-Tiere
Menschen die entweder keine eigene Tiere halten können oder wollen, haben die Möglichkeit eine Patentschaft über ein Gnadenhof-Tier anzunehmen. So haben bereits heute schon einige Tiere im Gnadenhof eine Patenschaft. Dabei kann man sich aber nicht nur ein Tier aussuchen, sondern man kann auch eine Patenschaft über einen Raum (z.B. Katzenzimmer-Patenschaft) übernehmen. Dabei gibt es keine festen Beträge. Man kann monatlich einen selbstgewählten Betrag überweisen. Der Gnadenhof Kirchasch ist für jeden Betrag sehr dankbar.
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Vermittlung von Tieren
Tiere vom Gnadenhof werden nur vermittelt, wenn die „neuen Plätze/Halter“ die Vorkontrolle des Gnadenhof-Teams bestanden haben. Diese Kontrolle ist wichtig, weil viele Tiere oft seit 5-7 Jahren im Gnadenhof sind und nicht „unkontrolliert“ aus der gewohnten Umgebung gerissen werden sollen. Wenngleich natürlich ein richtiges Zuhause, sofern die neuen Halter sich ausreichend Zeit nehmen können, immer gerne gesehen wird und das Tier dann auch sehr dankbar ist.
Nutztiere sind häufig ein „großes Problem“ bei der Vermittlung. Diese dürfen nämlich als „ehemalige“ Gnadenhof-Tiere nicht geschlachtet werden. Sie haben sozusagen ein lebenslanges Recht auf ein „menschengerechtes“ Leben.
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Jubiläumstag erfolgreich beendet
Auch wenn am Tag der offenen Tür zahlreiche Besucher bei den Tieren zunächst etwas Unruhe auslösten, so war der Tag durchaus sehr erfolgreich. So konnten interessierten Menschen Eindrücke über das Leben auf einem Gnadenhof vermittelt werden. Ebenso wurde die „Bekanntheit“ des Gnadenhofes durch diesen Tag auch über die Gemeindegrenzen hinaus etwas gestärkt, was hoffentlich nicht nur Tierpaten, sondern auch die Spendenbereitschaft sowie die Anzahl der freiwilligen Helfer erhöht.
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Kontaktadresse Gnadenhofes Kirchasch
Gnadenhof Kirchasch,
Am Jagdhaus 2, 85461 Neumauggen
Telefon 08122 – 14351
Telefax 08122 – 902206
EMAIL gnadenhof@tierheim-muenchen.de
http://www.kirchasch.de/tiergnadenhof/index.html
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Kontaktadresse Tierheim München
Tierschutzverein München e.V.
z.Hd. Sigrid Karger
Riemer Strasse 270
81829 München
Telefon 089 - 921 000 31
Redaktion von kirchasch.de
E-Mail info@kirchasch.de
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